Bild entstand am Frühstückstisch Mai 2009GESUNDHEIT - KOSMETIK

 

Neue Themen stehen immer unten im Kästchen!

 

 

Infos, Berichte, Themen:... Gesundheit

Diabetes - stille Gefahr im Alter

 

Man sieht ihn nicht und spürt ihn nicht: einen erhöhten Blutzuckerwert. 6 Millionen Deutsche leiden unter Diabetes mellitus, Tendenz steigend. Gut, dass man sich mit einfachen Methoden schützen kann.

Kaum eine Erkrankung hängt so stark von unserem Lebensstil ab wie Diabetes mellitus.

Das ist Gefahr und Chance zugleich: Zu wenig Bewegung, zu üppiges Essen und Übergewicht erhöhen das Risiko enorm.
Doch genau dagegen kann jeder etwas tun - mit regelmäßiger Bewegung, bewusster Ernährung und dem Erhalt bzw. Erreichen der Normalgesundheit. Diese drei Maßnahmen allein können laut ,,Deutschem Gesundheitsbericht Diabetes von 2008" das Krankheitsrisiko um bis zu 58 Prozent senken.
Das gilt jedenfalls für Diabetes Typ 2, von dem rund 90 Prozent der Patienten betroffen sind.

Ab 40 Jahren steigt das Risiko deutlich
Man unterscheidet drei Arten von ,,Zuckerkrankheit":
*Diabetes Typ 1: Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, von der etwa zehn Prozent der Patienten betroffen sind.
Das heißt: Das Immunsystem zerstört fälschlicherweise die körpereigenen beta - Zellen. Diese produzieren in der Bauchspeicheldrüse das Blutzuckerregulierende Hormon Insulin.
Folglich herrscht absoluter Insulinmangel und das Hormon muss lebenslang gespritzt werden.

Diabetes Typ 1 tritt meist schon im Kinder - und Jugendalter auf, bleibt dann ein Leben lang.
*Diabetes Typ 2: Wird auch Alters- Diabetes genannt, weil sich der Insulinmangel erst mit der Zeit entwickelt. Ab dem 40. Lebensjahr gezeigt das Risiko deutlich an.
Meist sind Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Übergewicht und teilweise erhebliche Veranlagung die Ursache. Aber auch übergewichtige Jugendliche trifft es immer häufiger. Das Problem: Der Körper produziert zu wenig Insulin, das den Zucker aus der Nahrung in die Zellen transportiert.
Oder die Zellen reagieren mit der Zeit nicht mehr auf das Insulin. Der Zucker bleibt im Blut, der Blutzuckerspiegel steigt weiter an.

*Schwangerschafts- Diabetes:
Durch die hormonelle Umstellung entsteht ein erhöhter Blutzucker- spiegel. Nach der Geburt reguliert er sich jedoch meist. Wer Schwangerschafts- Diabetes hatte, bekommt allerdings später oft Alters- Diabetes.

Die Folgen von Diabetes:
Durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel steigt das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Erblinden, Nierenversagen und Nervenschäden mit Folgen wie chronischen Wunden (z.B. Diabetischer Fuß) und Amputationen.
Und: Diabetes senkt die Lebenserwartung um acht Jahre!

Mit Bewegung den Blutzucker senken
*Vorbeugung: Mit regelmäßiger Bewegung, am besten Ausdauersport, können Sie Alters- Diabetes vorbeugen. Ob Radeln, Schwimmen, Aerobic, Walken oder Joggen - drei Mal 30 Minuten Training pro Woche senken ganz natürlich erhöhte Blutzuckerwerte.
Wie das funktioniert: Bewegung mobilisiert die Muskeln und verbessert den Transport des Zuckers (Glukose) in die Muskelzellen. Außerdem ist regelmäßige Fitness die beste Art, Übergewicht, den zweiten Risikofaktor für Diabetes, abzubauen.

*Gewicht reduzieren: In vielen Fällen reicht schon eine Abnahme von zehn Prozent des Körpergewichts, um die Blutzuckerwerte wieder in den grünen Bereich zu bringen. Generell sollten Sie darauf achten, Ihr Gewicht im gesunden Bereich zu halten.
Maßstab ist der Body- Mass- Index (BMI), der je nach Alter zwischen 19 und höchstens 25 liegen sollte.
Berechnungstabellen erhalten Sie in der Apotheke oder im Internet unter www.bmi-club.de

*Gesund essen: Mit Fett und Zucker möglichst sparsam umgehen.
Vorsicht ist bei Zuckerfallen wie Limonaden, Fruchtgummis oder Fertiggerichte geboten. Das gilt auch für Lebensmittel, die im Körper schnell Zucker umgewandelt werden.
Dazu gehören Brot, Gebäck und Nudeln aus Weißmehl, die den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe jagen und wenig Ballaststoffe liefern.
Ideal sind dagegen Vollkornbrot,-nudeln und -reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst.
Diese Kohlenhydrate sättigen lange, liefern reichlich blutzuckersenkende Ballaststoffe und sollten etwa 60 Prozent der täglichen Energieaufnahme ausmachen.
Eiweiß in Form von mageren Milchprodukten, Fisch, Geflügel sowie fettarmer Wurst und Fleisch sollte zu etwa 15 Prozent auf dem täglichen Speiseplan vertreten sein.
Der Rest darf aus Fetten bestehen, möglichst aus pflanzlichen Ölen.

*Die Blutzuckerwerte im Blick behalten.
Da ein hoher Blutzuckerspiegel nicht spürbar ist, sollten Sie Ihre Werte regelmäßig kontrollieren.
Dafür gibt es mehrere Methoden:
*Urin- Test: In Apotheken erhalten Sie Teststreifen, die sich im Kontakt mit Urin verfärben. Der Test reagiert allerdings erst, wenn der Wert schon recht hoch ist (ab ca. 160 mg/dl).

*Piks in den Finger: Die Analyse eines Blutstropfen aus der Fingerkuppe gibt genauer Aufschluss über den Blutzucker.
Den Test können Sie gegen eine geringe Gebühr in der Apotheke machen lassen oder zu Hause mit einem eigenen Blutzuckermessgerät durchführen.

*Test beim Arzt: Bei Verdacht auf Diabetes wird in einigen Fällen ein Blutzuckerbelastungstest beim Arzt angeordnet.
Dabei trinken Sie auf nüchternen Magen einen gesüßten Saft. Der Blutwert wird nüchtern und ein bis zwei Stunden nach dem Trinken gemessen.
An der Geschwindigkeit mit der, der Körper den Zucker wieder abbaut, lässt sich die Aktivität des körpereigenen Insulins erkennen.

*Insulin- Spritzen sind nicht immer nötig.
Viele befürchten, dass hoher Blutzucker gleich das Spritzen von Insulin bedeutet. Das ist jedoch bei Altersdiabetes erst die letzte Konsequenz und weniger unangenehm als viele glauben. Wird die Erkrankung frühzeitig festgestellt und behandelt, können oft einfache Mittel oder Tabletten helfen:

*Zimt und Grapefruit: Zimt, hoch konzentriert in Form von Kapseln, kann das Insulin bei der Zuckerverwertung unterstützen. Grapefruit verbessert ebenfalls den Zuckerstoffwechsel und verzögert durch den hohen Ballaststoffgehalt den Blutzuckeranstieg.

*Tabletten: Wenn der Körper noch genügend Insulin produziert, kann Diabetes mit blutzuckersenkenden Tabletten behandelt werden.
Je nach Wirkstoff verbessern sie entweder die Insulinwirkung an den Zellen, verzögern die Aufnahme von Glukose aus dem Darm ins Blut oder regulieren den Leberstoffwechsel.

*Insulin: Bildet der Körper zu wenig oder gar kein Insulin mehr, muss das Hormon ein- oder mehrmals täglich gespritzt werden. Derzeit bleibt nur der Piks. Mit modernen Pens, also Injektionseinheiten, die nicht größer als ein Kugelschreiber sind, ist die Therapie jedoch weniger schmerzhaft und einfacher geworden.
Auch Blutzuckermessgeräte sind jetzt cleverer als früher.
Sie kommen mit winzigen Mengen Blut aus, denken mit und speichern <Ergebnisse über mehrere Wochen.

*Und nicht vergessen: Ob zur Vorbeugung oder bei der Behandlung von Diabetes - Bewegung, gesunde Ernährung und Abbau von Übergewicht sind das A und O.
Sie unterstützen die Therapie, können vor Alters- Diabetes schützen und uns viele Lebensjahre schenken!
BUCHTIPP:
Ernährungsratgeber Diabetes, von Sven- David Müller- Nothmann, 12,90 Euro, Schlütersche Verlagsgesellschaft
Quellnachweis: Vive (Für meine Gesundheit) Apotheker Zeitschrift vivesco /www.vivesco,de

 

Neuer Beitrag!

Diabetes Rat und Hilfe:

 

 

2002-2010 |Germany |© Bild & Text by  Ðjamila G. Mc.Ћalp|www.texihexi.de|DEHOME