|
Wenn sich das Kühlwasser erwärmt, einfach Wasser mit kaltem
Wasser austauschen und erneut Rühren, bis die Creme fest ist.
Die weiteren Zutaten erst in die abgekühlte Creme hinzufügen. Damit die
Creme durch die Hitze keinen Schaden nimmt.
Vor dem Einarbeiten der letzten Rohstoffe kann die Creme noch recht fest
sein. Mit den Verdünnen aber warten, bis alle Zutaten hinzugefügt sind. Oft
wird die Creme von selbst weicher und flüssiger.
Wenn die Creme ein bisschen zu flüssig erscheint, ist es oft ratsam, sie
erst einmal in die Töpfchen abzufüllen und einen Tag in den Kühlschrank
stellen. Oft verfestigt sich dieser dann auch.
"Cremerettung"
Wenn eine Creme misslungen ist, das heißt zu flüssig geworden ist oder nicht
cremig wird, kann man folgende Möglichkeiten ausprobieren. Eine Garantie
gibt es nicht aber auch mir ist ein Versuch schon mal Misslungen und habe es
wie unten beschrieben gemacht und so die Creme retten können.
Die zu flüssige Creme am besten erst mal über Nacht oder noch etwas länger
(bis zu 2 Tagen) in den Kühlschrank stellen. Oft dicken die Cremes von
selbst nach. Wenn das nicht reicht, kommt es drauf an, warum die Creme
misslungen ist.
Klümpchenbildung?
Wenn sich keine richtige Creme gebildet hat, sondern diese ausflockt oder
Klümpchen hat, kann man sie noch mal ganz vorsichtig erwärmen. Hier aber
wirklich nur im Wasserbad, damit nichts anbrennt. Das ganze noch mal kräftig
umrühren und wieder abkühlen lassen. Eventuell noch etwas von dem jeweiligen Emulgator hinzugeben.
Nachteil dieser Methode ist, dass evtl. eingearbeitete Wirkstoffe ihre
Wirkung verlieren können, wenn es ihnen zu heiß wird.
Zu flüssig?
Wenn die Creme zu flüssig ist, kann man sie auch mit Xanthan oder einem
anderen Gel Bildner andicken. Dazu Xanthan in etwas Wasser vorlösen und in
die Creme einrühren. Das geht nicht so leicht, weil das Xanthan leicht
klumpt, evtl. vorher mit etwas Alkohol vermischen, was in einer
Gesichtscreme nicht so toll ist.
Nachteil dieser Methode ist, dass das Xanthan einen Film auf der Haut
hinterlassen kann. Da muss man eben ausprobieren.
Manchmal hilft es schon, die Creme mit einem Passierstab ordentlich
aufzumischen.
Für Fortgeschrittene,
falls die Creme zu flüssig geworden ist:
Die folgende Methode eignet sich besonders, wenn man versehentlich zu viel
Wasser in die Fettphase gerührt hat. Das kann passieren, wenn man eine Waage
mit Zuwiege Funktion hat und versehentlich nicht auf "0" gestellt hat. Geübte
Rührrerinnen merken recht schnell, dass "da etwas nicht stimmt". Dann hilft
nur eins: "Genau rekonstruieren, welche Mengen man verwendet hat!"
Zur Rettung kann man die anteilig fehlende Fettphase erneut zubereiten
(etwas heißer, als normal machen) und dieser dann die - noch möglichst warme
- zu flüssige Creme (statt der Wasserphase) hinzufügen. Am besten mit einer
Rührhilfe. Die Creme wieder homogen zu bekommen geht am besten mit den
Milchaufschäumer oder Mixer.
Zwar hat man dann meist die doppelte Menge, aber wenigstens braucht man die
flüssige Creme nicht wegwerfen oder man verwendet sie als Bodylotion (das
ginge natürlich auch)
Herstellung von Gelen
Das größte Problem bei der Herstellung von Gelen ist meistens, dass sich der
Gel Bildner, das Xanthan oder das Alginat nicht in der Wasserphase auflösen,
sondern Klümpchen bilden.
Lösen von Xanthan, Gel Bildner oder Alginat:
Xanthan, Gel Bildner und Alginat lösen sich vollkommen problemlos in Alkohol.
Daher kann man es in ein wenig Alkohol vorlösen und dann mit Wasser zu einem
Gel verarbeiten. Der minimale Alkoholanteil stört bei den meisten Rezepten
nicht.
Es muss sich allerdings um hochprozentigen Alkohol handeln! 50%, wie er z.B.
in selbst gemachten Tinkturen enthalten sein kann, reichen nicht aus. Hier
ist der Wasseranteil so hoch, dass das Xanthan bereits ein Gel bildet.
Lösen von Hyaluron:
Auch Hyaluron ist ein Gel Bildner und kann ebenso, wie oben beschrieben,
verarbeitet werden. Wenn man auf den Alkohol verzichten möchte, können
Geübte das Hyaluron in ein trockenes kleines Becherglas geben und mit etwas
lauwarmen (zuvor abgekochtem) Wasser - am besten mit dem Milchaufschäumer -
verrühren. Wenn das sehr zügig gemacht wird, gibt es keine Klümpchen.
Verarbeitung:
Ein besonders homogenes Gel erhält man, wenn den in Alkohol gelösten
Xanthan/Gel Bildner in ein verschließbares Gefäß gibt, die Wasserphase
hinzufügt, den Deckel schließt und sofort kräftig schüttelt, bis ein
homogenes Gel entstanden ist.
Wegen der Gefahr der Klümpchenbildung empfiehlt es sich, die (teuren)
Inhalts- und Wirkstoffe erst einzuarbeiten, wenn das Grund-Gel erfolgreich
hergestellt worden ist.
Fehlerbehebung:
Ist ein Gel doch mal klumpig geworden, hilft nur eins, wenn man die
Bescherung nicht wegkippen möchte: Masse durch ein Haarsieb streichen. Das
ist zwar recht aufwendig, lohnt sich je nach Inhaltsstoffen jedoch.
Schütteln statt Rühren
Diese Methode eignet sich hervorragend für Bodylotions und andere flüssige
Cremes.
Fett- und Wasserphase ganz normal wie immer vorbereiten.
Zuerst Fett- und dann Wasserphase in eine hitzebeständige Glasflasche geben.
Kräftig schütteln, bis die Lotion kalt ist.
Es empfiehlt sich, die Glasflasche vorher vorzuwärmen, damit die Fettphase
nicht schon durch das Glas abkühlt.
Man kann die Flasche zum Abkühlen zeitweise unter kaltes Wasser halten, dann
geht es schneller.
Rühren mit
Hilfsmitteln
Als Hilfsmittel eignen sich Handrührgerät, Rührstab oder auch ein Milchaufschäumer. Insbesondere für die Herstellung von Gelen, Shampoos und
Seifen sind Rührhilfen besonders hilfreich.
Beim Rühren mit Hilfsmitteln muss man immer darauf achten, dass nicht zu
viele Luftbläschen entstehen.
Der ultimative Trick zum Vermeiden von Luftbläschen in Cremes:
Anstatt des normalen Quirls kann ein einzelner Teig rühren in das Rührgerät
eingesetzt werden. Der Teig Rührer bringt weniger Luft in die Masse ein und
hat zudem den Vorteil, dass man auch in sehr schmalen Gefäßen arbeiten kann.
Ist eine Creme doch einmal zu "luftig" geworden, hilft es, sie nach 1 Tag
Ruhe im Kühlschrank noch mal umzurühren. So verschwinden die Bläschen und
die Creme wird wieder glatt und geschmeidig.
Besonders gut eignen sich kleine Rühr Sets mit einzelnen batteriebetriebenen
Rühren, wie Milchaufschäumen, Sahneschlagen, etc.
Aber Vorsicht! Man sollte die Bechergläser zuvor mit unterschiedlichen Mengen Wasser füllen
und das neue Rührgerät auf seinen "Spritzfaktor" überprüfen. Dies erspart
einem eine Küche, in der die Creme oder das Shampoo in jeder Ecke hängt ...
Keine Konservierung...
ist grundsätzlich bei Shampoos und Seifen nötig. Wenn
diese innerhalb von 3 Monaten verbraucht werden.
Hier könnt Ihr, die zum selber Machen
erforderlichen pflanzlichen Stoffe beziehen!
Bestellliste
Naturgarten
Corinna Bergmann
Kosmetikmacherei
Spinnrad |