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Hier gibt es einiges, was Madamè selbst ausprobieren kann!

 

Anrühren von Cremes

 

Die Fettphase

hat die Temperatur erreicht, ist aber noch nicht ganz  geschmolzen. Das Glas von der Herdplatte nehmen und weiter rühren, bis alles geschmolzen ist. Evtl. noch einmal erhitzen.
Cetyl Alkohol sollte zuerst in der Fettphase geschmolzen werden. Erst dann Emulgatoren etc. einarbeiten.

Die meisten Cremes kann man im Wasserbad abkühlen klassen.

Dazu nimmt man das Glasgefäß und stellt es in einen Behälter mit kaltem Wasser und rührt noch weiter bis die Creme etwas erkaltet ist.

 

Wenn sich das Kühlwasser erwärmt, einfach Wasser mit kaltem Wasser austauschen und erneut Rühren, bis die Creme fest ist.
Die weiteren Zutaten erst in die abgekühlte Creme hinzufügen. Damit die Creme  durch die Hitze keinen Schaden nimmt.
Vor dem Einarbeiten der letzten Rohstoffe kann die Creme noch recht fest sein. Mit den Verdünnen aber warten, bis alle Zutaten hinzugefügt sind. Oft wird die Creme von selbst weicher und flüssiger.


Wenn die Creme ein bisschen zu flüssig erscheint, ist es oft ratsam, sie erst einmal in die Töpfchen abzufüllen und einen Tag in den Kühlschrank stellen. Oft verfestigt sich dieser dann auch.


"Cremerettung"
Wenn eine Creme misslungen ist, das heißt zu flüssig geworden ist oder nicht cremig wird, kann man folgende Möglichkeiten ausprobieren. Eine Garantie gibt es nicht aber auch mir ist ein Versuch schon mal Misslungen und habe es wie unten beschrieben gemacht und so die Creme retten können.

Die zu flüssige Creme am besten erst mal über Nacht oder noch etwas länger (bis zu 2 Tagen) in den Kühlschrank stellen. Oft dicken die Cremes von selbst nach. Wenn das nicht reicht, kommt es drauf an, warum die Creme misslungen ist.


Klümpchenbildung?
Wenn sich keine richtige Creme gebildet hat, sondern diese ausflockt oder Klümpchen hat, kann man sie noch mal ganz vorsichtig erwärmen. Hier aber wirklich nur im Wasserbad, damit nichts anbrennt. Das ganze noch mal kräftig umrühren und wieder abkühlen lassen. Eventuell noch etwas von dem jeweiligen Emulgator hinzugeben.
Nachteil dieser Methode ist, dass evtl. eingearbeitete Wirkstoffe ihre Wirkung verlieren können, wenn es ihnen zu heiß wird.
 

Zu flüssig?
Wenn die Creme zu flüssig ist, kann man sie auch mit Xanthan oder einem anderen Gel Bildner andicken. Dazu Xanthan in etwas Wasser vorlösen und in die Creme einrühren. Das geht nicht so leicht, weil das Xanthan leicht klumpt, evtl. vorher mit etwas Alkohol vermischen, was in einer Gesichtscreme nicht so toll ist.
Nachteil dieser Methode ist, dass das Xanthan einen Film auf der Haut hinterlassen kann. Da muss man eben ausprobieren.
Manchmal hilft es schon, die Creme mit einem Passierstab ordentlich aufzumischen.

Für Fortgeschrittene, falls die Creme zu flüssig geworden ist:
Die folgende Methode eignet sich besonders, wenn man versehentlich zu viel Wasser in die Fettphase gerührt hat. Das kann passieren, wenn man eine Waage mit Zuwiege Funktion hat und versehentlich nicht auf "0" gestellt hat. Geübte Rührrerinnen merken recht schnell, dass "da etwas nicht stimmt". Dann hilft nur eins: "Genau rekonstruieren, welche Mengen man verwendet hat!"

Zur Rettung kann man die anteilig fehlende Fettphase erneut zubereiten (etwas heißer, als normal machen) und dieser dann die - noch möglichst warme - zu flüssige Creme (statt der Wasserphase) hinzufügen. Am besten mit einer  Rührhilfe. Die Creme wieder homogen zu bekommen geht am besten mit den Milchaufschäumer oder Mixer.
Zwar hat man dann meist die doppelte Menge, aber wenigstens braucht man die flüssige Creme nicht wegwerfen oder man verwendet sie als Bodylotion (das ginge natürlich auch)

 

Herstellung von Gelen
Das größte Problem bei der Herstellung von Gelen ist meistens, dass sich der Gel Bildner, das Xanthan oder das Alginat nicht in der Wasserphase auflösen, sondern Klümpchen bilden.
Lösen von Xanthan, Gel Bildner oder Alginat:

Xanthan, Gel Bildner und Alginat lösen sich vollkommen problemlos in Alkohol. Daher kann man es in ein wenig Alkohol vorlösen und dann mit Wasser zu einem Gel verarbeiten. Der minimale Alkoholanteil stört bei den meisten Rezepten nicht.
Es muss sich allerdings um hochprozentigen Alkohol handeln! 50%, wie er z.B. in selbst gemachten Tinkturen enthalten sein kann, reichen nicht aus. Hier ist der Wasseranteil so hoch, dass das Xanthan bereits ein Gel bildet.

Lösen von Hyaluron:
Auch Hyaluron ist ein Gel Bildner und kann ebenso, wie oben beschrieben, verarbeitet werden. Wenn man auf den Alkohol verzichten möchte, können Geübte das Hyaluron in ein trockenes kleines Becherglas geben und mit etwas lauwarmen (zuvor abgekochtem) Wasser - am besten mit dem Milchaufschäumer - verrühren. Wenn das sehr zügig gemacht wird, gibt es keine Klümpchen.

Verarbeitung:
Ein besonders homogenes Gel erhält man, wenn den in Alkohol gelösten Xanthan/Gel Bildner in ein verschließbares Gefäß gibt, die Wasserphase hinzufügt, den Deckel schließt und sofort kräftig schüttelt, bis ein homogenes Gel entstanden ist.
Wegen der Gefahr der Klümpchenbildung empfiehlt es sich, die (teuren) Inhalts- und Wirkstoffe erst einzuarbeiten, wenn das Grund-Gel erfolgreich hergestellt worden ist.

Fehlerbehebung:
Ist ein Gel doch mal klumpig geworden, hilft nur eins, wenn man die Bescherung nicht wegkippen möchte: Masse durch ein Haarsieb streichen. Das ist zwar recht aufwendig, lohnt sich je nach Inhaltsstoffen jedoch.

Schütteln statt Rühren
Diese Methode eignet sich hervorragend für Bodylotions und andere flüssige Cremes.
Fett- und Wasserphase ganz normal wie immer vorbereiten.
Zuerst Fett- und dann Wasserphase in eine hitzebeständige Glasflasche geben.
Kräftig schütteln, bis die Lotion kalt ist.
Es empfiehlt sich, die Glasflasche vorher vorzuwärmen, damit die Fettphase nicht schon durch das Glas abkühlt.
Man kann die Flasche zum Abkühlen zeitweise unter kaltes Wasser halten, dann geht es schneller.

Rühren mit Hilfsmitteln
Als Hilfsmittel eignen sich Handrührgerät, Rührstab oder auch ein Milchaufschäumer. Insbesondere für die Herstellung von Gelen, Shampoos und Seifen sind Rührhilfen besonders hilfreich.
Beim Rühren mit Hilfsmitteln muss man immer darauf achten, dass nicht zu viele Luftbläschen entstehen.
Der ultimative Trick zum Vermeiden von Luftbläschen in Cremes:
Anstatt des normalen Quirls kann ein einzelner Teig rühren in das Rührgerät eingesetzt werden. Der Teig Rührer bringt weniger Luft in die Masse ein und hat zudem den Vorteil, dass man auch in sehr schmalen Gefäßen arbeiten kann.
Ist eine Creme doch einmal zu "luftig" geworden, hilft es, sie nach 1 Tag Ruhe im Kühlschrank noch mal umzurühren. So verschwinden die Bläschen und die Creme wird wieder glatt und geschmeidig.

Besonders gut eignen sich kleine Rühr Sets mit einzelnen batteriebetriebenen Rühren, wie Milchaufschäumen, Sahneschlagen, etc.


Aber Vorsicht! Man sollte die Bechergläser zuvor mit unterschiedlichen Mengen Wasser füllen und das neue Rührgerät auf seinen "Spritzfaktor" überprüfen. Dies erspart einem eine Küche, in der die Creme oder das Shampoo in jeder Ecke hängt ...

 

Keine Konservierung...
ist grundsätzlich bei Shampoos und Seifen nötig. Wenn diese innerhalb von 3 Monaten verbraucht werden.

 


 

Hier könnt Ihr,  die zum selber Machen erforderlichen pflanzlichen Stoffe beziehen!

 

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