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Hier gibt es die Beschreibung von Gerätschaften, die man benötigt!

 

 

 

Gerätschaften

 


Rührgefäße
Das kann jede kleine Schüssel aus der Küche sein, welches im Wasserbad erwärmt werden kann. Ihr solltet nur aufpassen, dass ihr kein Metall verwendet, Glas, Porzellan und Plastik sind kein Problem!

Optimal wären auch Bechergläser, die es in vielen verschiedenen Größen gibt. Der Vorteil von Bechergläsern ist, dass man sie direkt auf den Herd stellen kann, das Wasserbad kann man sich also sparen! Sie sind aber recht teuer, etwa für ein 600 ml Glas habe 7 Euro!
Oder  man nimmt Messbecher aus feuerfestem Glas.

Rührhilfen
Empfehlenswert ist ein Glas Rührstab - am besten gleich mehrere. Die sind nicht teuer und man bekommt sie im Laborbedarf oder in Geschäften, die auch Rohstoffe fürs Selber rühren verkaufen.
Plastiklöffel, die entsprechend lang sind kann man auch verwenden. Auch hier, bitte kein Metall verwenden und mit einem Milchaufschäumer gelingen manchen Emulsionen noch besser.

Messhilfen
Messlöffel, Spatel etc. sind sehr praktisch! Die Größe etwa 2,5 ml und einen kleinen, der 1 ml fasst. Sollten Ihr noch von Eurer letzten Erkältung Hustensaft Messlöffel habt, die gehen genauso gut!

Praktisch geht alles was Spachtelartig  und Löffel ist. Zur Messhilfe wäre es empfehlenswert wenn sie hitzebeständig sind.

 

Eine Briefwaage wäre sehr hilfreich! Man kommt aber auch ohne aus, indem man die Rohstoffe mit Messlöffeln abmisst. Nicht zu empfehlen, sind digitale Waagen aus der Küchenabteilung, da sie absolut ungenau und unzuverlässig sind.

 


 

Was braucht man an Rohstoffen?

Öle
In jede Creme kommt in die Fettphase mindestens ein Öl. Es gibt eine sehr Breit gefächerte Auswahl. Jedes Öl besitzt eine andere Wirkweise und ist dementsprechend eher für fettige oder trockene Haut geeignet.
Zu unterscheiden sind Kalt gepresste und raffinierte Öle. Kalt gepresste Öle sind teuerer, aber haben auch eine bessere Qualität und Wirkung. Diese Pflanzenöle darf man nicht zu stark und schnell erhitzen, sonst verlieren sie an Qualität.

Natürlich könnt ihr auch Öle aus dem Supermarkt verwenden. Gerade zu Badesachen kann man gut mit Walnuss-, Sonnenblumen-, oder Weizenkeimöl verwenden.

Wasser
Entweder nimmt man destilliertes Wasser, oder man kocht sich das Wasser selbst ab. Wenn man ganz weiches Wasser hat, kann es auch direkt aus dem Hahn verwendet werden.

Hydrolase oder Tee
Statt Wasser kann man als Wasserphase auch ein Hydrolyt oder Tee verwenden. Hydrolase, auch bekannt als Pflanzenwasser, werden bei der Wasserdampfdestillation von Blüten und Kräutern gewonnen. Unbedingt nötig ist ein Hydrolyt nicht, aber falls das Budget noch nicht platzt, ist es sicher etwas schönes.
Alternativ wäre Tee zu empfehlen. Einfach Wasser kochen, heiß auf die Pflanzenteile aufgießen und lange ziehen lassen.

Emulgatoren
Emulgatoren sind dafür verantwortlich, Fett (z. B. Öl) mit Wasser zu verbinden. Außerdem geben sie der Creme die Konsistenz. Zum Ausprobieren reicht ein Emulgator, der den Bedürfnissen der Haut entspricht.

Dabei sind Tegomuls, Emulsan und Lamecreme die gängigen. Tegomuls macht leichtere Cremes, mit Emulsan werden sie ein bisschen fettiger, und Lamecreme ist gerade bei einem hohen Fettgehalt gut geeignet!

Einige haben auch schon gute Erfahrungen mit Reinlecithinpulver gemacht. Man kann es in Öl lösen und dann auch als Emulgator einsetzen. In dieser Form ist es identisch mit Fluidlecithn, aber viel billiger!

Andere Emulgatoren, die nicht unbedingt nur für Cremes zu herhalten sind, wären z. B. Milch, Sahne, Honig.
Ein guter Emulgator für Badesachen mit jedoch umstrittenen INCIs ist Mulsifan.

Konsistenzgeber
Konsistenzgeber sorgen für Stabilität in Cremes und pflegen. Dafür können z. B. Wachse, wie Bienen-, Carnauba- oder Candelilla - Wachs sorgen. Konsistenz geben auch Shea- , Kakao-, Mangobutter und ähnliche. Cetylalkohol kommt ebenfalls gern zum Einsatz.
Außerdem gibt es noch eine Reihe Gelbildner, wie z. B. Xanthan, was Shampoos etwas verdickt.

Wirkstoffe
Wirkstoffe können Unterschiedlich eingesetzt werden.  Daher sollte jeder diejenigen Stoffe herauszusuchen, die am besten auf die eigene Haut bzw. den Anwendungsbereich „zugeschnitten“ sind. Von Vitaminen, über Pflanzenextrakte und Fluids sind viele Rohstoffe so genannte Wirkstoffe, welche erst ganz am Schluss zum Produkt zugeführt werden. Es gibt auch Wirkstofföle.

Tenside
Tenside sind die waschaktiven Substanzen in Shampoos, Duschgels usw. Ihr könnt auch drei verschiedenen Tenside  Zusammensetzen.  Oft nehme ich in  meine Shampoos: Betain, Collagentensid und Sanfteen. Einige kommen aber auch mit nur einem Tensid (z. B. Betain) zurecht, was bei Anderen wiederum strähnige Haare verursacht.

Konservierungsstoffe
Alles, was eine Wasserphase enthält muss konserviert werden! Reine Fettgemische halten sich aber auch ohne Konservierung sehr lange.
Die käuflichen Konservierungsstoffe sind alle auch in der Lebensmittelindustrie zugelassen, haben aber auch ihre Mankos:

Heliozimt, BiokonsHT und Duokons von cmd haben starke Eigengerüche, die nicht jedem zusagen und die Beduftung des Produkts in eine Richtung lenken.

Kaliumsorbat wirkt eher schwach gegen Bakterien und nur im sauern pH-Bereich unter 6. Es kann außerdem leicht hautreizend sein. Für Shampoos und Produkte, die eher kurz auf der Haut sind, gut geeignet.

Paraben K besteht u. a. aus Parabenen, die, da sie lange in Krebsverdacht standen, sehr unbeliebt sind. Ansonsten ist dieser Stoff klasse: unkompliziert, geruchslos, lässt sich genau dosieren...

Man sagt: 1 Tropfen Paraben K auf 10 g Creme (oder anderes) ergibt eine Haltbarkeit von ca. 6 Wochen, man kann die Paraben K-Menge bis zu einer Haltbarkeit von 6 Monaten ausdehnen. Wenn Eiweißstoffe in der Creme sind, verkürzt sich die Haltbarkeit auf die Hälfte der Zeit.

Es gibt auch die Möglichkeit mit Alkohol zu konservieren, die ich immer häufiger nutze! In kleiner Konzentration braucht man auch keine Angst zu haben, dass er die Haut austrocknet. Man nimmt normalerweise 96%igen Weingeist in 5%iger Konzentration bezogen auf das Fertigprodukt.

Wer ganz auf Konservierung verzichten möchte, hat auch die Möglichkeit gar nicht zu konservieren. Cremes sind dann ca. eine Woche haltbar, ein bisschen mehr, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Ihr könnt auch eine größere Menge Creme herzustellen und in den  Eiswürfelbehälter einfrieren. Dann entnimmt Ihr alle paar Tage einen „Cremewürfel“ lässt ihn auftauen und könnt ihn dann normal anwenden. Das Produkt verliert weder an Qualität noch erleidet es einen Wirkstoffverlust!

pH-Wert-Regulator
Um den pH-Wert hautneutral, sauer oder basisch einzustellen, benötigt man entweder Säuren oder Basen. Damit der pH-Wert niedriger, also saurer, wird, kann ich Kalweg empfehlen. Es besteht aus 50%iger Zitronensäure. Alternativ kann man auch Zitronensäure aus dem Supermarkt nehmen, die jedoch oft teurer ist. Eine andere Möglichkeit der pH-Wert-Regulation in den sauren Bereich bietet Milchsäure. Sie ist in der Apotheke erhältlich. Um den pH-Wert basischer zu machen, kann man Kaisernatron nehmen.

 


 

Rezepte für Reinigungsmittel

 

 

Haushaltsreinigung - Wäsche waschen
Ein paar Tropfen ätherisches Öl in den letzten Waschgang der Waschmaschine oder in den Trockner. Ebenso ins Putzwasser


Seife selber machen
Sie wollten schon immer wissen, wie man Naturseife selber herstellen kann? Wie man eine Buttermilchseife, die berühmte Olivenölseife , eine moderne Peelingseife oder eine ganz milde unparfümierte Babyseife macht? Seife selber machen bedeutet, zu wissen was drinnen ist. Alleine mit der Auswahl der Öle geben Sie ihrer Seife schon eine spezielle Wirkung. Sie können Kräuter, Peelingkörner, Parfum oder Farbe dazutun. Selbst sehr empfindliche Haut verträgt die selbst gemachte Seife sehr gut.


Seife besteht aus 3 Komponenten:
Flüssige und/oder feste Fette und Öle
Flüssigkeiten - von normalem dest. Wasser bis zum kostbaren Rosenwasser
Und dem NaOH (Natronlauge): einer Chemikalie, die zur Seifenherstellung benötigt wird
Flüssigkeit und NaOH werden vermischt und dem geschmolzenen Fett-Ölgemisch unter ständigem Rühren beigefügt. Es entsteht eine Puddingartige Konsistenz, die jetzt in Förmchen abgefüllt wird. Eigentlich ganz einfach - nicht?

 

Seife selber gekocht
Geräte: Schutzbrille, Heizplatte, 2 Bechergläser (100 ml, 600 ml), Messzylinder, Waage, Siedesteinchen
Chemikalien: dest. Wasser, Sonnenblumenöl, Natriumhydrooxid
Durchführung: 1. 2. 3. 4. 5. 6. Gib 100 ml Öl und einige Siedesteinchen in das 600 ml Becherglas. Löse 20 g Natriumhydraoxid in 100 ml Wasser (Vorsicht ätzend!) Gib diese Lösung vorsichtig in das Becherglas. Koche diese Mischung 30 Minuten auf kleiner Stufe. Ergänze das verdampfende Wasser, indem du destilliertes Wasser vorsichtig in das Becherglases gibst. Die fertige Seife kann nun abgeschöpft, unter Leitungswasser ausgewaschen und auf einem Papiertuch getrocknet werden.


Weitere Anwendungsmöglichkeiten:
Haushaltsreinigung - Wäsche waschen

Ein paar Tropfen ätherisches Öl in den l


Setzte Waschgang der Waschmaschine oder in den Trockner. Ebenso ins Putzwasser


Hartspiritus (Trockenbrennstoff)
Zutaten:

8 Teile Kernseife
100 Teile Brennspiritus
Rezept:
Man erwärmt den Brennspiritus vorsichtig im Wasserbad auf 60° C, gibt die geraspelte Kernseife zu und rührt bis sich die Seife aufgelöst hat. Danach gießt man die Masse in Blechgefäße aus und zerschneidet nach dem Abkühlen in Würfel.
Sicherheitshinweise: Brennspiritus ist leicht entzündlich, daher von Zündquellen fernhalten und nicht Rauchen.

Holz-Flammschutz für den Außenbereich
Zutaten:

60 Teile Wasser
15 Teile Borax
15 Teile Magnesiumsulfat
Farbenzusatz nach Belieben
Rezept:
Für den Innenbereich wird als Flammschutz meist Wasserglas verwendet (s. entsprechende Rezepte). Im Außenbereich wird dagegen Wasserglas durch Regen leicht abgewaschen, so dass der Flammschutz mit der Zeit verloren geht. Für den Außenbereich ist daher die angeg. Mischung vorzuziehen. Die Zutaten werden gemischt und das Holz mit der Lösung angestrichen.
Sicherheitshinweise: keine


Mattfirnis zum Schreiben auf Glas
Zutaten:
50 Teile Sandarrak
30 Teile Mastix
500 Teile Dimethylether
Benzin
Petroleum
Rezept:
Sandarrak und Mastix werden in Dimethylether gelöst und dieser Lösung so lange kleine Mengen Benzin zugesetzt, bis der Lack, auf Glas ausgegossen, zu einer matten, dem gerauten Glase ähnlich sehenden Schicht eintrocknet. Dieses Firnisses kann man sich auch zum Auftragen auf jene Fensterscheiben bedienen, die zwar dem Lichte Durchgang, aber keinen Einblick von außen gewähren sollen. Für diesen Fall empfiehlt es sich, um einer auf solche Weise mattierten Glastafel ein noch gleichmäßigeres Aussehen zu geben, einen feinen Sprühregen von Petroleum mittels eines Zerstäubers darauf zu bringen und diesen mit einem weichen Schwamme nach allen Richtungen hin gleichmäßig zu verteilen.
Sicherheitshinweise: Dimethylether ist sehr leicht entzündlich und bildet mit Luft explosive Gemische, daher von Zündquellen fernhalten und nicht rauchen. Steht Dimethylether länger an der Luft (auch in geschlossenen Gefäßen), so besteht die Gefahr der Bildung von Peroxiden im Ether, die explosiv sind. Dies kann verhindert werden, indem man den Ether über KOH aufbewahrt. Benzin ist leicht entzündlich, daher von Zündquellen fernhalten und nicht rauchen. Achtung: Im Kraftstoff-Benzin ist Benzol enthalten, das krebserregend wirkt. Kontakt und Einatmen der Dämpfe unbedingt vermeiden. Ein gesundheitlich weniger gefährliches Benzin ist das Wundbenzin oder Waschbenzin, das kein Benzol enthält.

 

 

 

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