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Ein paar kleine Kurzgeschichten und Leseproben!

 

Unverständlich

Seit ich von meiner Krankenkasse mein Elektromobil verschrieben bekam, bin ich natürlich glücklich überhaupt wieder raus zu kommen, doch es gibt wohl jemand der mir meine Freude nicht gönnt und das im eigenen Haus.

Leseproben:

 

Entschuldigungen nur Worte ?

 

Bereits seit einigen Stunden saß Rita zu Hause und hatte einen Weinkrampf.

Ihre Gedanken, die sie fast auffraßen hatte sie langsam satt.

Jedes Mal, wenn ich mit dem Scooter unterwegs bin, wird unsere Zwischentür, die zum Garten geht und ich wohne im Gartenhaus abgeschlossen, erst seit ich dieses Gerät habe und nicht mehr, wie früher nur noch zuhause herumhänge. Ich kann mir denken, wer es ist. Diese betreffende Person hatte mich jahrelang ignoriert, nur weil mein Kater bei Ihr ins Fenster reingesprungen war. Daraufhin hat sie mich böse beschimpft und ist sogar mit den Schrubber auf mich los!
Jetzt hatte Sie mich eine Zeit lang mit meinen Rolly weggehen sehen, da war weiter auch nie etwas gewesen, doch seit ich elektrisch im Rollstuhl weg kann, wird die Tür ständig abgeschlossen. Wenn ich nun zu mir im Gartenteil, wo ich lebe, rein will, komme ich nicht rein und nicht raus. Ich lebe nur schon über 12 Jahre hier im Haus und hatte noch nie Ärger oder Probleme mit irgendjemanden im Haus. Auch war diese Türe nie verschlossen. Nun habe ich an der Tür einen großen Zettel angebracht, mit der Bitte, diese Tür nicht abzuschließen, da ich sonst nicht mehr aus dem Haus komme. Das Tragische daran ist und mein Partner macht sich Sorgen, da ich immer ein Notfall war, und das wieder Sein kann, das die Leute nicht zu mir rein können und die Türe aufzubrechen zu viel Zeit kostet und ich in der Zwischenzeit die Rettung zu spät sein könnte.
Ehrlich gesagt habe auch ich davor Angst.
Diese Person macht alles nur, wenn ich nicht da bin. Sogar nachts stellt Sie mir vergammelte Eier vor der Tür und andere Sachen. Mein Partner schmeißt es zwar weg, doch unangenehm ist es schon.
Ich habe schon einige Male an Ihrer Tür geklingelt, sie macht nicht auf, auch auf mein Klopfen an Ihr Fenster, reagiert Sie nicht. Dabei möchte ich Sie nur bitten die Tür nicht abzuschließen, von mir aus kann sie die Eingangstür ins Haus abschließen, doch wieso diese Tür zum Garten raus, wo ich mit meinen Partner lebe.
Irgendetwas läuft doch hier verkehrt. Kann das sein, da Sie etwas humpelt, nein das ist nicht richtig, sie schiebt die Füße vor sich hin. Sie glaubt behindert zu sein und alle wissen, dass sie es nicht ist. Mir ist es echt peinlich zu sagen, ich bin zu 90 % Invalide und benötige Hilfe und habe auch viele Hilfsmittel. Doch am meisten habe ich mich auf mein Elektromobil gefreut, so bin ich nicht auf andere angewiesen und man fühlt sich freier. Diese Zeit, die ich raus kann, nutze ich täglich. Außer bei Regen und Schnee kann ich nicht raus. Das verträgt so ein Elektromobil nicht.
Seit Jahren versuche ich es im Guten, grüße Sie, wenn ich sie sehe, doch sie würdigt uns keines Blickes, grüßt nicht zurück und ignoriert uns. Das wäre ja zu ertragen, doch ich weiß nicht wieso, das alles nur, weil mein Kater einmal bei Ihr ins Fenster gehopst ist?
Irgendwie scheint die Frau krank im Kopf zu sein, denke ich langsam und das denke ich nicht allen, auch andere Mieter habe diese Meinung.
Wieso kann man mit Ihr nicht reden, wir sprechen doch dieselbe Sprache, (deutsch)
Ich hoffe sie reißt meine Bekanntmachung nicht ab, denn Aufregung ist Gift für mich und wieder ein Notfall will ich nicht werden. Warum können Menschen nicht in Frieden miteinander leben?

- Ende -

Schwerer Abschied
Es gibt doch auch positiven Stress und heute habe ich einen solch netten Stress, nein Erlebnis gehabt. Sicher ist einen unter euch bekannt, dass ich Tiere einfach liebe und einige auch im Haushalt habe. Doch meinen Hund musste ich weggeben, das tat weh und tut es immer noch. Ich hatte noch keinen Rollstuhl und musste Monate lang warten. Mein Partner hat auch nicht die Zeit mit den Tier rauszugehen, da er arbeiten muss und sehr früh raus.
Jedenfalls hatte ich es mir wirklich gut überlegt, denn ich liebte dieses Tier sehr und wollte ihm nicht antun, immer nur zuhause zu sein. Sie war eine Hündin und noch jung. Es wäre falsche Tierliebe gewesen das Tier weiterhin zu behalten und ihm nicht das Geben zu können, was es braucht.
Das richtige Gassi gehen, nicht nur um Block, sondern schon ein paar Stunden.
Toben und Spaß haben. Sie war ein ganz besonderer Hund.

Luna, das war ihr Name, hatte, lange bevor ich merkte, ob ich unter oder überzuckert war, hatte sie bereits reagiert und Herrchen die Hölle heiß gemacht, oder mich immer wieder wach machen wollen.
Doch sie spürte auch das Ich verändert war.
Ich machte mir den Kopf heiß, wie ich es richtig machen soll.
Ich entschied mich für das Tier, sie sollte wieder Freuden im Leben haben, eine richtige Familie, wo bereits ein Hund vorhanden war.
Ich fand so eine Familie und sie war begeistert. Vor allem weil das Frauchen mir in Charakter doch sehr ähnlich war.
Natürlich habe ich immer noch einen super Kontakt zu den Leuten, die einen unheimlich lieben Sohn von ca. 8 Jahren haben und sich sehr um Luna kümmert. Er spielt besonders gern Wurfball mit ihr. Sie hört ja auch fantastisch gut.

Heute jedoch sah ich einen Kleinen Wuschel. Ein 10 Monate alten Mops, der hatte mir es unheimlich angetan. Nun habe ich doch Stress im Kopf, denn ich würde gern wieder einen kleinen Hund haben wollen. Er würde mir auf alle Fälle gut tun.
Ich leide sehr, dass Luna nicht mehr da ist, doch sie war ein wenig zu groß, um in meinem Mobil im Körbchen mitzufahren.
Der Mops würde rein passen, schließlich mache ich stundenlange Touren bei schönem Wetter und jeder Hund würde sich freuen, so viel draußen sein zu können.

Doch wo bekommt man solch einen Mops her, sicher auch noch teuer, nehme ich an, denn meine kleine Rente reicht nicht aus. Ich habe mit meinen Arzt gesprochen, der mir sogar geraten hat, doch wieder einen Hund anzuschaffen, weil ich mehr Lebensfreude empfinden würde, gerade wo ich jetzt mobiler durch mein Elektromobil wäre.
Ich möchte ja nichts falsch machen, aber so ein kleiner Hund wäre schon eine Erfüllung und Ablenkung. Man könnte sagen, erst gibt sie den einen ab und will dann auch noch einen neuen Hund, ja sicher!
Hört sich nicht prickelnd an, doch die Umstände waren ganz andere.
Aus dem Tierheim? Nein, da hatte ich immer nur schlechte Erfahrungen machen müssen.
Ich habe zwar noch unseren Räuber, doch er ist schon 8 Jahre und immer draußen.
Außerdem ist ein Hund anders. Obwohl ich natürlich Katzen liebe, steht mir ein Hund näher.

- Ende -


Das schnaufen hinter mir!
Solch eine Angst hatte ich schon lange nicht mehr gefühlt, als ich heute in der Wuhlheide, das ist ein Wald in meiner Nähe, wie fast jeden Tag spazieren fuhr. Es war bereits Stock dunkel und ich wusste nicht genau, wo ich war, als plötzlich ein Geräusch hinter mir war.
Mein Elektromobil fährt leider nur 6 KMH, ich wünsche es könnte wie andere auch 12 KMH fahren, doch die bekommt man von der Kasse nicht verschrieben. Jedenfalls versuchte ich mich ruhig zu verhalten und traute mich nicht zu bewegen, das Schnaufen kam näher und wurde immer lauter, oh Gott was war das? Ich konnte nichts sehen, da ich mich im Wald befand, dachte ich an einen wütenden Eber, oder eine Wildsau die vielleicht Junge hatte und mich als Störenfried sah.
Ich wusste es nicht. Langsam bekam ich eine Gänsehaut und hoffe das Viech würde sich von mir abwenden, aber nein, das Schnaufen hörte sich jetzt wie ein rasendes Tier an und war schrecklich laut, es schalte sogar im Wald. Ich malte mir aus, was ich tun könnte, weglaufen ging nicht. Fliegen ja, doch wie komme ich an Flügel. Oh mein Gott, was ist das, wird mich das Viech zerfleischen? Was könnte sonst noch in der Dunkelheit im Wald umherstreunen? Mir viel nichts ein.
Wie aus dem Nichts kamen zwei dunkle Gestalten aus der Dunkelheit und riefen nach einen Rokki. Rokki war ein ziemlich großer Hund, genauer gesagt eine englische Dogge, die nichts Besseres zu tun hatte und an meinem Mobil herumschnüffelte. Nur gut das der Hund gut hörte und die Leute entschuldigten sich für diesen Schock. Ja genau, es war ein Schock.
Der Hund war eine Lady und gar nicht an mich interessiert. Das konnte ich jedoch nicht wissen, denn ich konnte das Tier nicht sehen, erst als seine Menschen vor mir standen und der Hund sich zu ihnen gesellte.
Ich war froh das, da nichts anderes war, und wollte nur noch aus dem dunklen Wald raus. Das dauerte aber noch eine ganze Weile und der Schauer lief mir immer noch den Rücken runter. Ich hörte plötzlich viel mehr Geräusche als vor dem Vorfall.
In der Ferne konnte ich die Hauptstraße erkennen und viele Autos, ich war erleichtert.

- Ende -


Das war böse!
Heute Abend bin ich noch einmal mit meinen Scooter (Elektromobil) unterwegs gewesen, ich bin, seit ich das Gefährt habe, viel unterwegs und schrecklich gern. So bin ich wieder mal in meiner geliebten Natur und als ich in meiner Nähe, über den Kaisersteg (Brücke über der Spree) fuhr.
Was ich da sah, konnte ich nicht glauben, da waren 5 oder 6 Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren und hatten eine Menge Bierflaschen dabei, Sie schienen leer zu sein. Unter der Brücke führ ein irre langer Khan durch. Die Kinder wollten doch tatsächlich die Flaschen auf das Schiff werfen, obwohl ich in meinen Rollstuhl saß, wurde ich Ihnen gegenüber etwas barsch, was Sie da machen wollten, sollten Sie sich mal genauer überlegen, und wieso Sie auf solch eine Dummheit kämen.
Ich sagte, dass ich Sie alle gesehen habe und der Polizei genaue Beschreibungen bieten kann, außerdem habe ich euch mit meinem Handy aufgenommen und jetzt werde ich die Polizei rufen, mal sehen was diese dazu sagen werden. Sie liefen davon und ich hatte natürlich nicht die Polizei gerufen, denn bis diese da gewesen wären, wären die Kids über alle Berge gewesen.
Ich hätte ja nicht hinterher gekonnt. Doch Sie bekamen es mit der Angst und waren schneller verschwunden, als Sie Pip sagen konnten. Man stelle sich vor, was passieren könnte. Nicht auszudenken, was haben die Kinder bloß heute für eine Erziehung?

- Ende -

Ansagen
Stehen ständig im Mittelpunkt, ob sie nun von Promis sind, oder eines Politikers, das spielt wahrhaftig keine Rolle. Ansagen werden einfach zu viele, zu unehrenhaft und unehrlich! gemacht. Trotzdem gilt! ,,Hauptsache! Es werden Ansagen gemacht!
Hinhören, wenn es interessant ist, ja! Wenn es aufregend ist, ja! Sie tun alle als wenn Sie hinhören, doch fragt man Sie, was Sie gerade gehört haben, zucken Sie mit den Schultern und schauen unwissend drein. Wobei das Hinhören genauso wichtig wie die richtige Ansage ist. Doch was können wir bei den Menschen die im Mittelpunkt stehen erfahren? Nichts! Sie sind nicht mehr und weniger als wir. Sie haben nur eins, mehr Material und Abgebrühtheit, außerdem besitzen Sie so gut wie keine Logik, was man immer wieder in den Zeitungen und Medien mitbekommen muss.

Ansage: So wahr mir Gott helfe! Nichts sagend und dahingeplappert, man überlege sich diese Aussage. Ob diese Wahrheit so wahr ist, damit Gott einem helfe? Wäre dem so, könnten wir alle an Gott glauben und wären überzeugt das es ihn gibt!
Ansage: Im Namen des Volkes! Gerade in dieser Aussage werden Fehler über Fehler gemacht, man überlege sich einmal, was dieser Spruch wirklich zum Ausdruck bringen möchte, In Namen unser aller hier auf dem Planeten? Uns hat keiner gefragt, woher nehmen Sie sich also das Recht im Namen aller zu reden?
Ansage: So Gott will! Wenn Gott wirklich wollen wollte, wären wir alle bereits lang schon vernichtet. aber Gott will es eben nicht so? Er hat uns gesagt wie er es will, es liegt an uns das zu erfahren! Doch es ist viel leichter nicht an Gott zu glauben, als an Ihn zu glauben!
Ansage: Ich schwöre bei meinem Leben! Besser man tut es nicht, es könnte der letzte Tag sein! Man überlege sich wirklich einmal, was wir alles so an Ansagen machen die uns sogar gefährlich werden könnten!
Ansage: gleich einem Gelübde? Könnte sein! Also sollte man sich überlegen ob man nicht anstatt eine Ansage, ein Gelübde an Gott abgegeben hat, das ist man verpflichtet einzuhalten, es ist mehr als ein Versprechen was man an einen Freund abgibt. Hier gibt man sich auf und voll in den Händen Gottes, was sehr schön ist, doch wenn man Hilfe von Gott wünscht, muss es einen sehr ernst sein, denn mit Gott kann man nicht einfach mal so, Spaß machen, Hier handelt es sich ein 100 % tiges Versprechen an Gott, damit Dir geholfen werde, Gott ist es auch der sich dieses Gelübde aussucht zur seiner Zeit, vergiss das nicht! Es ist die größte Ansage überhaupt, darum solle man sehr vorsichtig damit sein, Gott könnte es einlösen und er fordert seinen Sold zu 100 %, nicht halbherzig.

- Ende -


Freundschaft?...
Es ist nun schon viele Jahre her, das ich via Internet nach Freundschaften suche. Scheinbar gibt es so etwas nicht. Jedenfalls nicht Freundschaft, wenn dann wollen sie alle nur das was ich absolut nicht möchte und hier auch nicht ausschreiben will.
Man schreibt sich die Finger wund, doch keine Reaktion. Wie auch, wenn die Leute sogar zu feige sind in die Gästelounge zu schreiben. Doch privat Neugierig sein, das ja! Schließlich möchte man ja wissen, was andere so privat schreiben.
Echt traurig! Freunde, ich meine wirklich Freunde, gab es mal. Leider leben sie nicht mehr in unserer Welt. Ich nehme an, dass Freundschaft nur noch geht, wenn man ein fettes Bankkonto hat, aber nicht normal ist. Also ein einfacher Mensch, der ehrlich, offen, freundlich, direkt und zuverlässig ist. Diese Werte scheint man nicht mehr zu schätzen. Vielleicht ist man ja auch schon zu alt? Obwohl Alter etwas schönes sein kann und auch von Vorteil, außerdem rellativ.
Freundschaft zu finden wäre sicher sehr schön, doch sollte es auch irgend wo passen. Ich bin nun einmal nicht Reich, habe kein Auto, nur ein Elektromobil (Scooter). Habe auch kein Haus oder Schloss. Kann auch keine Reisen machen. Trotzdem biete ich der Freundschaft, ein warmes, aber krankes Herz. Ein ehrlichen, doch auch direkten Charakter. Ein offenes Ohr und ein heiteres Gemüt.
Was braucht man mehr? Bin leider nicht gesund und wo wir bei der Ehrlichkeit sind, bleiben wir doch auch dabei. Bin ein Risikopatient, trotzdem erfreue ich mich am Leben, Natur und Tiere. Ich liebe Tiere, die Natur und meine Kommunikation besteht derzeit hier! Ja, genau hier! Auf meiner Homepage im Internet. Keine Telefonate, keine Briefe, keine E-Mails, kein Kontakt. Wenn man das so liest, könnte man meinen, wie traurig, nicht wahr?
Nein, das ist es auch nicht, denn ich habe Fantasie und viele tiefe innere Werte. Ich suche kein Mitleid, sondern Freundschaft!

- Ende -

Enttäuscht
Hatte vor ein paar Tagen Besuch von meiner Cousine, eine Cousine, die ich nicht kannte. Sie ist 52 Jahre alt und hatte durch ihre Oma, die vor Kurzem verstarb, erfahren, dass es noch Familienmitglieder gibt. Sie hatte mich irgendwie ausfindig gemacht. Eines Tages, etwa vor 2- 3 Jahren rief bei mir eine fremde Frau an, diese Person behauptete, sie sei eine Cousine von mir. Ich war ziemlich verdutzt, denn ich glaubte zu wissen, wer meine Familienangehörige waren. Dass es noch eine Cousine gab, wusste ich nicht und hatte nie zuvor von ihr gehört.
Nach langen Gesprächen hörte ich aber heraus, dass es keine Märchencousine war, sondern ,sie erzählte von ihrem Vater, den sie nie kennen gelernt hatte, weil er früh, durch einen Motorrad Unfall verstarb.
Nach dem ersten, langen Gespräch rief ich meine Mutter an und fragte nach, ob es wirklich noch eine Cousine gab, die das Kind von ihrem verstorbenen Bruder war.
Sie bejahte meine Frage und erzählte, dass sie eben nie Kontakt zu dieser Familie hatte, nachdem ihr Bruder starb. Das konnte ich sogar verstehen.

Nachdem diese, mir völlig unbekannte Frau hin und wieder Kontakt zu mir aufnahm, wollte sie mich auch irgendwann einmal, persönlich kennen lernen. Wir verstanden uns gut, dachte ich. Nun war meine Cousine, die weit weg von mir lebt doch endlich auf Besuch. Sie und ihr Mann warnen einige Tage in Berlin. Er hatte wohl beruflich hier zu tun und so ergab es sich, dass es eine gute Gelegenheit war, mich kennen zu lernen. Gleich am ersten Tag ihrer Ankunft wollte sie mich sehen. Sie rief mich an und ich war einverstanden.
Einige Stunden verbrachten wir zusammen, gingen in ein nettes Lokal essen und später irgendwo nett Kaffe trinken. Gegen Abend, kam ihr Mann, wir saßen für kurze Zeit auf meiner Terrasse, begrüßten uns und gingen abends noch einmal Essen. Es war ein netter Abend.
Es wurde spät und sie waren natürlich müde geworden, denn es war für beide ein sehr langer Tag. Das verstand ich natürlich und wir verabschiedeten uns herzlich. Beide sagten noch, das sollte man auf jeden Fall noch einmal wiederholen. Ich war mit dem Vorschlag einverstanden.
Am Samstag sind sie wieder zurück nach hause geflogen, doch sie hatte nicht ein einziges Mal angerufen in der Zeit, wo sie in Berlin war. Nicht ein Anruf, auch nicht, als sie wieder abflogen. Selbst als, sie wieder bei sich zuhause waren, dachte ich, würde sie anrufen, um Bescheid zu geben, das sie gut angekommen sind. Ich hätte das getan! Was soll ich nun davon halten und wie soll ich mich verhalten, sollte sie doch irgendwann mal auf die Idee kommen, mich anzurufen?

- Ende -

Immer wieder drehte sich alles um ihren Mann Günter. Ständig machte sie sich Vorwürfe! Und wenn man sie fragte wieso, wusste sie keine Antwort. Hatte sie Günter tatsächlich wieder enttäuscht? Wieso eigentlich! Zu oft ertappte sie sich dabei, das sie nachgab.  Wie oft wollte er sich noch entschuldigen, dachte sie. Warum kann er seine Versprechen  nicht einfach nur einhalten. So oft sie auch darüber nachdachte, kam nichts vernünftiges bei raus! Ob er das alles,  als eine Art Sport ansah? Fragte sich Rita. Vielleicht war das alles schon zu einer Art Hobby geworden und sie war ein Teil davon.

Wie oft hatte er versprochen pünktlich zu sein. Oder versprach, dies oder jenes nicht mehr zu tun. Ein Druck lag auf ihrer Seele. Ein mächtiger Druck! Sie glaubte nicht, das sie dass noch länger aushalten konnte. Obwohl sie seine Macke, sich für alles und allem entschuldigen zu müssen bereits mehr als zwanzig Jahren ertrug. Sie wusste aber auch, das damit irgendwann Schluss sein müsste! Wenn er seine Entschuldigungen wenigstens selbst ernst nehmen würde. Vielleicht könnte sie ihn ein bisschen  besser verstehen und ihn eventuell mit anderen Augen sehen!
Sie erinnert sich das er eigentlich immer schon so war! Noch bevor sie verheiratet waren, war es für Günter selbstverständlich zu spät zu kommen. Komischerweise  konnte sie ihn das damals verzeihen. Wenn er früher Unterwegs war, kam es häufig vor das er sich einfach nicht meldete! Günter war Polizist und bereits sechsundzwanzig Jahre im Dienst.  Schon als Kind wollte er Polizist werden und setzte später alles daran seinen Traum zu verwirklichen. Als er Rita kennen lernte,  wusste sie sehr wohl, auf was sie sich einlassen würde. Sie gab ihn trotzdem das Jawort! Deswegen konnte Günter auch nicht verstehen warum sie jetzt ständig am schimpfen war. Er musste seine Einsätze fahren, ob es ihr passte oder nicht. Deswegen kam es oft zum Streit, weil er erst spät in der Nacht nach Hause kam, oder, wie in seinem Fall, sogar erst in den frühen Morgenstunden.

 

Er musste zugeben das Rita viel alleine war. Sie hätte auch wieder in ihren Beruf zurück gehen können. Die Kinder waren aus dem Haus und  früher war Rita jedenfalls sehr von ihren Beruf begeistert. Als Reiseleiterin lernte sie viele Länder kennen. War sogar eine Zeit lang vollkommen verrückt nach ihrem Beruf. Heute langweilt sie sich als Hausfrau, obwohl sie mit dem Haus und Garten mehr als genug zu tun hatte. Da gab es noch die zwei Hunde und drei Katzen, die ebenfalls genug Arbeit machten. Eigentlich war Rita gut für den Tag ausgefüllt. Wieso meckert sie also ständig herum, dachte Günter! Das konnte er nun absolut nicht verstehen! Andere Frauen wären froh, wenn sie so ein schönes Haus mit Garten hätten. Demnächst sollte auch noch ein Pool den Garten schmücken. Das würde Rita bestimmt Freude machen! So wie er Rita einschätzte, würde sie bestimmt den ganzen Tag am Pool verbringen, dachte Günter und grinste übers ganze Gesicht.

Rita saß am Fenster und mochte sich heute selbst nicht leiden.  Sie schaute auf die ruhige Straße, stierte Löcher in die Luft und bemerkte nicht einmal das Günter zur Tür herein kam. Er war heute viel früher als sonst zu Hause  und versteckte hinter seinem Rücken einen wunderschönen Frühlingsstrauß. Dieses mal zog er sogar die Schuhe vor der Haustür aus, er rief auch nicht wie sonst nach seiner Frau, sondern schlich sich auf Socken zu ihr. Küsste ganz sanft ihren schwarzlockigen wohlgeformten Hinterkopf und kniete sich vor ihr nieder. Sie war so überwältigt das ihr ein paar Tränen über die Wangen kullerten. Mit einen Handkuss überreichte er ihr den Blumenstrauß und nahm ihr kleines braun gebranntes Gesicht in beide Hände. Flüsterte ihr zärtlich ins Ohr: „Nun meine kleine Zuckerschnecke, ich liebe dich, und du siehst wieder mal zum anbeißen aus!“ Rita sagte ganz verdutzt „Ich liebe dich auch, und finde es toll das du unseren Hochzeitstag nicht vergessen hast!“ Hoppla, dachte Günter, den hatte er doch tatsächlich vergessen.

 

Wie gut das sein Kollege Ralf seine Spätschicht übernahm! So gelang es ihm wieder einmal, sich aus eine heiklen Situation zu retten. Er sagte ihr natürlich nicht das er den Hochzeitstag wie jedes Jahr vergaß. Nahm sie lieber in seine Arme und sagte: „Wollen wir endlich die Flasche Sekt im Kühlschrank köpfen?“ „Ja sicher, das ist eine gute Idee!“ Erwiderte Rita! „Der Flaschen wachsen ja sonst bald die Pilze aus den Korken. Immerhin steht sie schon seit den letzten Hochzeitstag im Kühlschrank!  Nun wird es aber auch Zeit das sie ihrer Bestimmung folgt und uns ein Genus ist. Also geh und lass den Korken knallen. Ich habe auch schon ein paar leckere Kleinigkeiten vorbereitet!“
Günter war froh das er sich nicht für den vergessenen Hochzeitstag entschuldigen musste. Nahm Rita bei der Hand und gingen mit Sekt, Erdbeeren und Häppchen ins Schlafzimmer. So wurde es doch noch gemütlich, aber vor allem wurde es eine sehr romantische Nacht, die beide noch lange in Erinnerung behalten würden. Vielleicht hat es sogar Günter was gebrach, nämlich, das Taten mit wenig Aufwand mehr bringen als alles Süßholzraspeln. Vor allem, das man sich nicht ständig entschuldigen muss wenn man das verhindern kann.

 

- ENDE -

 

Tatsachen Roman ,,Ausgesperrt!"

Kapitel. 1

Zu spät!

Rena verstand die Welt nicht mehr, sie war sich keiner Schuld bewusst. Genau so wenig wie es in ihrer Macht stand, bei so einem Sauwetter pünktlich zu Hause zu sein.

Sie war sogar auf Hilfe anderer angewiesen, um überhaupt nach Hause zu kommen. Ganz plötzlich ist das Wetter umgeschlagen und aus den rieselnden Schneeflocken entwickelte sich ein heftiger Schneesturm und von einer Straße war nichts mehr zu erkennen. Der Wind schien sich auszutoben und peitschte so heftig, das Rena versuchte ihr Gesicht mit den Händen abzudecken. Es schmerzte sehr und fühlte sich fast schon Taub an. Die Tränen flossen über ihre Wange, das sie mühe hatte sie abzuwischen. Deswegen bot der Vater ihrer Freundin an, sie nach Hause zu fahren. So einfach war das aber nicht! Mit den normalen Pkw kam man keinen Schritt weiter, deswegen holte Ralf Steiner seinen geschlossenen Traktor aus der Garage und legte ihn Schneeketten an.
Die Geburtstagsparty ihrer Freundin Marika war auch zu Ende und Rena verabschiedete sich von allen Anwesenden. Frau Steiner gab ihr noch ein paar Stücke Kuchen und Kekse für ihre Geschwister mit und drückte sie herzlich. „Pass schön auf dich auf, hörst du!“ Erklärte sie und schloss die Tür hinter sich.

 

Marika riss das Fenster auf und rief: „Vergiss nicht zu schreiben wenn du in Freiburg bist, ok?“ Rena nickte ihr zu und winkte zum Fenster hoch.

Derweil hatte der Vater von Marika den Traktor vorgefahren und legte eine dicke Decke auf den Sitz. „Komm Rena,“ sagte er, „ wir müssen los! Das Wetter wird noch schlechter, wir müssen uns beeilen! Schließlich will ich nachher noch den Weg nach Hause finden!“

 

Es dauerte eine Weile bis sie durch den Wald kamen und die Lichter des Kinderdorfes erkennen konnten. Es gab noch keine richtige Straße, sie sollte erst im Frühling weitergebaut werden. Darum hatte der Traktor trotz Schneeketten auch Probleme um nicht ins rutschen zu kommen. Nur schleppend ging die holprige Fahrt durch den pappigen Schnee.
Herr Steiner fragte Rena, ob er sie begleiten solle, damit ihre Kinderdorfmutter nicht so verärgert wäre. „Ach!“ Meinte Rena, „das wird wohl nicht so schlimm werden, schließlich bin ich ja nur eine Viertelstunde zu spät. Sie wird sich wohl auch denken können, das ich Probleme haben werde mit dem Heimweg!“ „Na gut! Erwiderte Marikas Vater, dann werde ich mich jetzt wieder auf den Heimweg machen damit sich meine Leute keinen Sorgen machen. Kommst du jetzt allein zurecht?“
„Ja!“ Sagte Rena, „vielen dank für das bringen!“ Sie reichte ihrem Begleiter die kalte Hand entgegen und bedanke sich noch einmal für die nette Einladung.


Rena stand vor dem Haus indem sie nur ein Jahre zuvor mit ihren Geschwistern noch zusammen gelebt hatte. Nur zögerlich klingelte sie. Auch dieses mal überkam ihr ein Gefühle des Unwohl seins. Nicht weil sie etwa Fünfzehn Minuten zu spät kam. Es war schon immer so, seit sie mit dreizehn Jahren in das Kinderdorf kam. Es lag an der Frau die sie alle Kinderdorfmutter nannten. Noch nie hatte sie sich mit ihr Verstanden, wen sie nur in der Tür stand überkam ihr ein Schauer. Sie konnte es sich selbst nicht erklären, aber diese Frau hatte irgend etwas an sich, was in ihr unangenehme

Gefühle hervor rief. Sie klingelte ein zweites mal! Es rührte sich nichts, also hielte sie den Finger länger auf die Klingel, doch die Tür blieb verschlossen.


Rena fror, sie hatte nur einen leichten Strickpulli an und die dazugehörige Strickjacke drüber. Außerdem einen karierten Faltenrock und ihre roten Lackschuhe, die sie vor Jahren von ihrer richtigen Mutter aus Berlin geschickt bekam. Sie musste aufpassen das sie nicht ins rutschen geriet und schlitterte auf den schmalen Absätzen und Händen den kleinen Abhang zur Terrasse hinunter. Dort hatte sie noch Licht brennen sehen. Das Licht schien durch die Terrassentür wo die Kinderdorfmutter ihr Zimmer hatte. Sie klopfte an die Scheibe und sagte: „Mutti, warum reagierst du nicht auf mein klingeln? Ich bin`s doch, die Rena! Es ist etwas später geworden, Marikas Vater musste noch den Traktor mit Schneeketten anlegen. Sonst wären wir überhaupt nicht vom Fleck gekommen. Deshalb auch meine Verspätung!“

 

- ENDE -

 

Leseprobe aus dem  Kinderbuch: ,,Karis und die Elfe Fienchen!"

 

Kapitel. 1... Karis und Mira!

„Sag mal Mira, hast du das auch gerade gesehen?“ Mira schaute Karis etwas verdutzt an und fragte: „Was soll ich gesehen haben!“ „Na die Elfe gerade!“„Bitte was? Drehst du jetzt völlig durch! Elfen, so ein Blödsinn, es gibt keine Elfen, die gibt es doch nur im Märchen, ich wusste gar nicht das du so was liest!“ „Nein, ich spinne nicht, hier ist gerade eine Elfe vorbei geflogen!“ „Ja, ja Karis, ich glaube dir fast alles, aber nicht den Schwachsinn!“


Karis war ein wenig verärgert, weil seine Schwester Mira ihn nicht glaubten wollte, dabei war er ganz sicher, das es eine Elfe war, die ganz nah an seinem Ohr vorbei flog. Karis senkte den Kopf und glaubte, Mira habe die Elfe genauso deutlich gesehen, wie er auch, wollte es nur nicht zugeben, weil sie an diese Fabelwesen angeblich nicht glaubt. Er traute sich nicht, noch einmal zu fragen, außerdem waren sie fast schon zu Hause angekommen.
Karis hatte es nicht leicht mit seiner Zwillingsschwester, nicht, weil sie in dem gleichen Haus wohnten, nein, sie gingen auch noch in die selbe Klasse und saßen nebeneinander auf einer Bank.
Mira war schon eine richtige Quasselstrippe, und konnte Karis ganz schön auf die Nerven gehen. Er war nur froh, das er nicht auch noch, sein Zimmer mit ihr teilen musste. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, Gottlob lagen diese auch nicht so nah nebeneinander, sondern schon ein paar Schritte weit entfernt. Der eine am Ende des Flures, und der andere, entgegengesetzt auf der anderen Seite.
Trotzdem konnte Karis Mira hören, wenn sie wieder einmal, so ewig lang mit ihren Schulfreundinnen telefonierte. Wenn Karis mal telefonieren wollte, blökte sie ihn an! Leicht hatte es Karis wirklich nicht, er war ganz anders als Mira, ruhig, sehr aufmerksam und half seinem Vater gern auf dem Feld. Schon früh am Morgen, bevor die Sonne am Horizont stand, fuhr Karis und sein Vater mit dem Traktor hinaus, mähten das Gras für die Kühe, und danach wurde gemeinsam gefrühstückt. Die Zeit war kurz und der Schulweg lang, sie mussten sich spurten um pünktlich zu sein. Bummeln, das gab es nicht, weder bei Karis, noch bei Mira, beide gingen gern zur Schule, Kais, weil er ständig etwas neues erfahren wollte, und Mira, tja Mira wegen dem Sport und ihrer Freundinnen.

 

Die beiden waren zwar Zwillinge, aber sahen sich überhaupt nicht ähnlich, auch waren sie vom Wesen ganz unterschiedlich, darüber waren die Eltern ganz froh. Eigentlich hätte Mira ein Junge sein können, das Benehmen danach, hatte sie auf jeden Fall. Sie kletterte auf Bäume, die nicht hoch genug sein konnten und kam dann mit zerrissenen Hosen nach Hause, ärgerte die Kinder in der Schule und trieb sich lieber irgendwo herum, das ihr Bruder sie oft Suchen musste. Natürlich gab es auch Tage wo die beiden vierzehn jährigen Teenager sich gut vertrugen, bei Computerspiele zum Beispiel, oder in der Musik, da hatten beide fast den selben Geschmack, auch was das Füttern und Pflegen der Haustiere betraf, das machten beide gern und Streit gab es so gut wie nie. Jedenfalls nicht wenn sie ihre Aufgaben im Stall erledigen sollten. Beide waren ein gut eingespieltes Team, der eine fütterte die Pferde und Kühe, der andere mistete die Ställe aus, und das alles, ohne das man sich vorher absprach, was der ein oder andere tun sollte. Das klappte alles wie geschmiert, auch wenn sie im nahe gelegenen Bach zum Angeln gingen, verstanden sich die beiden wortlos. Etwas gab es doch, was Karis lieber ohne seiner Schwester machte, er ging gern in den Wald, der fing gleich hinter dem Elternhaus an und war ziemlich groß, wer sich dort nicht auskannte, konnte sich leicht verirren.

Der Wald war Karis Welt, er liebte den Geruch des Waldes, beobachtete die Tiere mit denen er sogar sprach, und wer ihn beobachten konnte, glaubte, das die Tiere ihn verstehen würden, denn einige Rehe und ein Waldwiesel kamen zu Karis gelaufen, wenn er sie rief. Er gab ihnen Namen und sie ließen sich sogar von ihm streicheln, doch das erzählte er niemanden, weder in der Schule, noch seinen Eltern, geschweige seiner Schwester! Na die schon gar nicht, mit ihrem Gekreische würde sie nur die Tiere verjagen, außerdem konnte sich Karis nicht vorstellen, das die Tiere, den Mut hätten sich von Mira streicheln zu lassen. Sie würden wahrscheinlich noch tiefer in den Wald laufen, und dann hätte er Mühe gehabt, sie wieder zu finden! Nein, nein, ihm war es lieber, keiner wusste von seiner Neigung, mit Tieren zu reden. Wahrscheinlich, würde man ihn für bekloppt halten!

Im Wald gab es eine Lichtung, und mitten auf dieser Lichtung gab es einen Riesen großen dicken Baum, dort ging Karis besonders gerne hin, in der Baumkrone hatte er sich ein kleines Reich gebaut, ein Baumhaus! Niemand wusste davon, nicht einmal seine Freunde. Dort war es ruhig und ein Specht hatte sich oberhalb seines Baumhauses eingenistet. Karis hatte sich schon oft gewundert, das anscheinen niemand diesen wundervollen Ruhigen Platz kannte, nicht einmal der Förster! Eigenartig, denn hier war das meiste Wild, und am Rande der Lichtung gab es ja auch noch einen ganz alten Hochsitz, also mussten früher einmal hier Förster oder Besucher gewesen sein. Karis war froh, das er bislang keinerlei Spuren von Fremden Eindringlingen gab, somit betrachtete er das Stückchen Natur für sein Reich, achtete aber auch darauf, das die Tiere, die hier lebten ihn nicht als Störenfried sahen.

Nachdem Karis und Mira ihre Hausaufgaben gemacht hatten und endlich nach draußen durften, ging Mira zu ihrer Schulkameradin, die zehn Minuten entfernt von ihrem zu Hause wohnte, und ihr Bruder flüchtete sich in den Wald. Ließ sich von der Mutter einige Brote und Kuchenkrumen geben, packte sich eine Flasche Sprudel in die Fahrradtasche, dann radelte er Richtung Wald. Die Mutter rief noch: „Junge, komm aber nicht zu spät Heim, hörst du?“ „Ja Mama, zum Abendbrot bin ich wieder da!“ Und verschwand im Wald. Mit dem Fahrrad war er in einer halben Stunde an der Lichtung angekommen, es war schönes sonniges Wetter, und der Boden trocken, bei Matschwetter brauchte er fast die doppelte Zeit.

Auf der Lichtung angekommen, legte er sein Fahrrad ins Gras und kletterte zum Baumhaus hinauf. Von dort, hatte er eine herrliche Aussicht und machte es sich so bequem wie es nur ging. Breitete eine Decke auf dem Boden aus und warf ein paar Kissen dazu, dann kuschelte er sich in die Kissen und schaute zur Baumkrone, wo zwei Eichhörnchen von einem Ast zum anderen sprangen.

 

 - ENDE -

 

Knorri die kleine Lock! / Kapitel. 2 ...

 

Die große Reise!

Am nächsten Morgen, schlich sich Knorri ganz früh, noch bevor der Hahn krähte zu den anderen und tat, als wenn sie die ganze Nacht bei den großen geschlafen hätte und überhaupt nichts passiert sei. Tante Falda fragte Knorri, ob sie schon aufgeregt sei. „Heute ist ein ganz großer Tag für dich Knorri! Freust du dich schon eine so lange Strecke mit den anderen zu fahren?“ „ Ja sicher!“ Lachte Knorri und gab Tante Falda einen dicken Schmatzer, mitten auf ihre frisch geputzte Kohlenklappe.

Sie war tatsächlich ziemlich aufgeregt und konnte es gar nicht abwarten, endlich hinten an den langen Zug angehängt zu werden. Sie durfte das erste mal als Schlusslicht mitfahren. Aus eigener Kraft würde sie das noch nicht schaffen, schon gar nicht, wenn ein dicker Kohlenwagen als Last an ihr angehängt würde. So ein Brummer war Knorri nun doch noch nicht.

Endlich war es so weit, sie wurde am letzen Wagen eingehängt und war überglücklich, ja sogar ein wenig stolz. Normalerweise musste sie hinter der Tante herfahren, wo sie ständig den ganzen Ruß ins Gesicht bekam und den Qualm von ihr schluckte. Es ging los, der Zug setzte sich in Bewegung, es krachte und zischte zwischen den Rädern, aber nur am Anfang, bis sich das Öl, das frisch aufgefüllt wurde, richtig verteilen konnte. Einige Leute stiegen in den Zug und schauten mit ihren Köpfen aus den Fenstern, winkten den Zurückgebliebenen und eine Weile später verstummten auch die Rufe der vielen Reisenden.
Knorri fühlte sich pudelwohl und atmete tief ein, und langsam wieder aus, sie hätte am liebsten einen Purzelbaum geschlagen, aber dann wäre sie aus den Gleisen gesprungen, und wer weiß, was dann alles passiert wäre.
Sie schaute sich die Landschaft an und war so begeistert, das sie einmal kurz und laut auf pfiff, das beunruhigte die Tante , deswegen rief sie Knorri zu: ,,Ist bei dir dort hinten auch wirklich alles in Ordnung!“ ,,Oh ja Tantchen, mir geht es prima, ich freue mich nur!“

- ENDE -

 

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